Balkon & Kübel

Balkon- und Kübelpflanzen: pflanzen, gießen, düngen

5 Min. Lesezeit

Balkon- und Kübelpflanzen: pflanzen, gießen, düngen

Die richtige Balkonpflanzen-Erde, genug Wurzelraum und regelmäßige Nährstoffe: So blühen Kästen und Kübel von Mai bis zum ersten Frost.

Geranien, Petunien, Surfinien und Kübelpflanzen wachsen auf engem Raum und müssen trotzdem monatelang Blüten bilden. Wie gut das gelingt, hängt vor allem von Erde, Gefäß und Pflege ab.

Die richtige Erde für Balkonpflanzen

Im Balkonkasten steht jeder Pflanze nur eine Handvoll Erde zur Verfügung. Diese Erde muss deshalb mehr leisten als ein Gartenboden: Sie soll viel Wasser speichern, dabei locker bleiben und genug Nährstoffe für eine ganze Saison voller Blüten bereithalten. Billige Erden sacken im Laufe des Sommers oft zusammen, die Wurzeln bekommen dann zu wenig Luft und das Wasser steht im Kasten.

Die Wilsaflor® Balkon- & Kübelpflanzenerde ist auf diese Bedingungen abgestimmt. Holzfasern halten die Struktur stabil, 10 % Ton speichern Wasser und Nährstoffe im Gefäß. Aufgedüngt mit Nährsalzen und Spurenelementen ist sie für 3 bis 6 Monate vorgedüngt, der pH-Wert liegt bei 5,6 bis 5,8. Damit eignet sie sich besonders für nährstoffhungrige Arten wie Geranien, Surfinien, Petunien, Margeriten und Fuchsien. Welche Spezialerden es für andere Pflanzen gibt, zeigt der Überblick Welche Erde für welche Pflanze?

Tipp: Alte Erde aus dem Vorjahr nicht wiederverwenden. Sie ist ausgelaugt, oft verdichtet und kann Krankheitskeime enthalten. Im Garten lässt sie sich noch als Bodenverbesserung unter Beete mischen.

Balkonkasten bepflanzen: Schritt für Schritt

Frostempfindliche Sommerblumen kommen erst nach den Eisheiligen Mitte Mai ins Freie. Wer früher pflanzt, stellt die Kästen in kalten Nächten an die Hauswand oder deckt sie mit Vlies ab.

Hände setzen eine Geranie in einen Balkonkasten mit dunkler Blumenerde, daneben steht eine Gießkanne
  1. Gefäß prüfen: Nur Kästen und Kübel mit Abzugslöchern verwenden. Die Löcher mit einer Tonscherbe abdecken, damit keine Erde ausgeschwemmt wird.
  2. Drainage einfüllen: Eine 2 bis 3 cm hohe Schicht aus Blähton oder grobem Kies am Boden verhindert Staunässe. Ein Stück Vlies darüber hält die Erde aus der Drainage heraus.
  3. Erde einfüllen: Die Erde locker bis etwa zur Hälfte einfüllen, nicht festdrücken.
  4. Pflanzen wässern und setzen: Die Wurzelballen vorher in Wasser tauchen. Die Pflanzen so tief setzen wie im Anzuchttopf. Als Richtwert passen 4 bis 5 Pflanzen auf einen Meter Kasten, hängende Sorten an den vorderen Rand.
  5. Auffüllen: Erde bis 2 cm unter den Rand auffüllen und leicht andrücken. Der freie Rand verhindert, dass beim Gießen Wasser und Erde überlaufen.
  6. Angießen: Kräftig wässern, bis Wasser aus den Abzugslöchern läuft.

Wie viel Erde wird gebraucht? Das Volumen ergibt sich aus Länge × Breite × Höhe des Innenraums. Ein Kasten mit 100 × 20 × 18 cm fasst 1,0 × 0,2 × 0,18 = 0,036 m³, also 36 Liter. Abzüglich 2 cm Drainage bleiben 1,0 × 0,2 × 0,16 = 0,032 m³ oder 32 Liter Erde. Ein 40-Liter-Sack reicht damit für einen solchen Kasten und etwas zum Nachfüllen.

Kübelpflanzen: Gefäß, Drainage und Umtopfen

Für Oleander, Zitruspflanzen, Fuchsienstämmchen oder Hortensien gilt dasselbe Prinzip wie im Kasten, nur in größerem Maßstab. Der Kübel sollte etwas größer sein als der Wurzelballen, damit die Pflanze Platz zum Wachsen hat, aber nicht so groß, dass ungenutzte Erde dauerhaft nass bleibt. Schwere Gefäße aus Ton oder Stein stehen bei Wind sicherer, leichte Kunststoffkübel lassen sich zum Überwintern einfacher bewegen.

Umgetopft wird, wenn die Wurzeln den Ballen vollständig durchziehen oder unten aus dem Abzugsloch wachsen. Der beste Zeitpunkt ist das Frühjahr vor dem Austrieb. Dazu die Pflanze aus dem alten Gefäß lösen, den Ballen außen etwas auflockern und im neuen Kübel auf eine Drainage und frische Balkon- und Kübelpflanzenerde setzen. Auch Gemüse wie Tomaten gedeiht im Kübel, braucht aber eine eigene Erde und viel Platz. Dazu mehr im Ratgeber Tomaten und Gemüse anbauen.

Gießen und Düngen über die Saison

Pflanzen in Kästen und Kübeln können sich kein Wasser aus tieferen Bodenschichten holen. An heißen Sommertagen kann eine Gießrunde morgens und eine am Abend nötig sein. Wichtig ist, gründlich zu gießen und überschüssiges Wasser ablaufen zu lassen: Wasser, das dauerhaft im Untersetzer steht, lässt die Wurzeln faulen. Mittags in praller Sonne nicht über die Blätter gießen.

Die Vorratsdüngung der Erde reicht laut Produktangabe 3 bis 6 Monate. Starkzehrer wie Geranien und Surfinien, die den ganzen Sommer Blüten bilden, zeigen aber oft schon früher Hunger. Werden die Blätter heller oder lässt die Blüte nach, mit dem Nachdüngen beginnen. Der Wilsaflor® Sommerdünger Nr. 2 ist ein organisch-mineralischer NPK-Dünger 7+4+5 für Garten-, Kübel- und Balkonpflanzen und fördert die Blüten- und Fruchtbildung. Als Dosierung gilt ca. 80 g je Quadratmeter Erdoberfläche alle 6 Wochen. Ein Balkonkasten von 100 × 20 cm hat 0,2 m² Oberfläche und bekommt damit rund 16 g. Den Dünger gleichmäßig auf die Erde streuen, leicht einarbeiten und angießen. Wie das Düngen über das ganze Gartenjahr zusammenhängt, erklärt der Ratgeber Düngen im Jahresverlauf.

Zeitraum Was zu tun ist
März bis April Kübelpflanzen umtopfen, Kästen reinigen, frische Erde besorgen
Mitte Mai Sommerblumen nach den Eisheiligen pflanzen, Kübel ins Freie stellen
Juni bis August regelmäßig gießen, bei Bedarf nachdüngen, Verblühtes ausputzen
September Sommerblumen gegen Herbstbepflanzung tauschen
Oktober bis November empfindliche Kübel einräumen, winterharte Gefäße schützen

Verblühtes regelmäßig auszupfen lohnt sich: Die Pflanze steckt ihre Kraft dann in neue Knospen statt in Samen.

Herbst und Winter auf dem Balkon

Wenn die Sommerblumen im September nachlassen, bringen winterharte Arten Farbe in die kalte Jahreszeit. Gräser, Heide, Purpurglöckchen, kleine Koniferen und Zwerggehölze halten auch im Kasten Frost aus, wenn das Gefäß geschützt steht. Zwischen die Pflanzen gesetzte Blumenzwiebeln blühen im nächsten Frühjahr.

Winterharte Kübelpflanzen bleiben draußen, brauchen aber Schutz für den Wurzelballen, denn im Topf friert er schneller durch als im Gartenboden. Dazu die Gefäße auf Holzfüße oder eine Styroporplatte stellen und mit Vlies, Jute oder Noppenfolie umwickeln. An frostfreien Tagen gelegentlich gießen, denn immergrüne Pflanzen verdunsten auch im Winter Wasser. Empfindliche Arten wie Oleander, Zitrus oder Fuchsien überwintern hell und frostfrei, etwa im Treppenhaus oder im kühlen Wintergarten.

Fazit

Üppige Balkonkästen und Kübel brauchen drei Dinge: ein Gefäß mit Abzug und Drainage, eine strukturstabile und vorgedüngte Erde und eine gleichmäßige Versorgung mit Wasser und Nährstoffen. Die Wilsaflor® Balkon- & Kübelpflanzenerde im 40-Liter-Sack ist dafür die Grundlage, der Sommerdünger Nr. 2 hält die Blüte bis in den Herbst in Gang.

Aus dem Sortiment

Empfohlene Produkte

Häufige Fragen

Wie viele Pflanzen passen in einen Balkonkasten?

Als Richtwert 4 bis 5 Pflanzen je Meter Kasten. Zu dicht gesetzte Pflanzen konkurrieren um Wasser und Nährstoffe und blühen schwächer. Hängende Sorten an den vorderen Rand setzen.

Wann müssen Balkonpflanzen nachgedüngt werden?

Die Vorratsdüngung der Wilsaflor® Balkon- & Kübelpflanzenerde reicht 3 bis 6 Monate. Starkzehrer wie Geranien und Surfinien brauchen oft früher Nachschub: Werden die Blätter heller oder lässt die Blüte nach, mit dem Nachdüngen beginnen.

Kann Balkonerde vom Vorjahr wiederverwendet werden?

Für Kästen und Kübel besser nicht. Die alte Erde ist ausgelaugt, oft verdichtet und kann Krankheitskeime enthalten. Im Garten lässt sie sich noch zur Bodenverbesserung unter Beete mischen.

Wie werden Kübelpflanzen vor Frost geschützt?

Winterharte Kübel auf Holzfüße oder eine Styroporplatte stellen und das Gefäß mit Vlies, Jute oder Noppenfolie umwickeln. Empfindliche Arten wie Oleander, Zitrus oder Fuchsien hell und frostfrei überwintern.