Düngen

Düngen im Jahresverlauf: Frühjahr, Sommer, Herbst

5 Min. Lesezeit

Eine Hand streut körnigen Dünger gleichmäßig über ein Staudenbeet im Frühjahr, frische grüne Triebe kommen aus dem Boden

Garten düngen nach Jahreszeit: Im Frühjahr, Sommer und Herbst brauchen Pflanzen unterschiedliche Nährstoffe. Der Kalender zeigt, wann welcher Dünger passt.

Wer sich am Bedarf der Pflanzen orientiert statt nach Gefühl zu streuen, erntet mehr, sieht mehr Blüten und spart Dünger.

Was Pflanzen im Laufe des Jahres brauchen

Die drei Hauptnährstoffe stehen auf jeder Düngerpackung als NPK-Angabe, zum Beispiel 7+4+5. Die Zahlen nennen den Anteil in Prozent:

  • Stickstoff (N) treibt das Wachstum von Blättern und Trieben an. Im Frühjahr und Frühsommer ist der Bedarf am höchsten.
  • Phosphor (P) unterstützt Wurzelbildung, Blüten und Früchte.
  • Kalium (K) festigt das Pflanzengewebe, regelt den Wasserhaushalt und macht Pflanzen widerstandsfähiger gegen Trockenheit und Frost.

Dazu kommen Spurenelemente wie Eisen, Mangan oder Bor, die nur in kleinen Mengen gebraucht werden, aber für gesundes Blattgrün unverzichtbar sind. Im Frühjahr steht der Austrieb im Vordergrund, im Sommer die Blüten- und Fruchtbildung, im Herbst das Ausreifen der Triebe vor dem Winter. Ein Dünger für alle Jahreszeiten kann diese Schwerpunkte nicht abbilden. Deshalb teilt das Wilsaflor® Jahreszeiten-Konzept das Gartenjahr in drei Dünger plus einen eigenen Rasendünger auf.

Organisch, mineralisch oder beides?

Mineralische Nährstoffe liegen in gelöster Form vor und wirken schnell. Allerdings werden sie bei viel Regen auch schnell ausgewaschen, vor allem auf leichten Sandböden. Organisch gebundene Nährstoffe stecken in pflanzlichem oder tierischem Material. Bodenorganismen zersetzen dieses Material nach und nach und setzen die Nährstoffe dabei frei. Die Wirkung beginnt langsamer, hält aber länger an und füttert zugleich das Bodenleben.

Organisch-mineralische Dünger verbinden beide Vorteile: Ein Teil der Nährstoffe steht sofort zur Verfügung, der Rest wird über Wochen freigesetzt. Alle vier Wilsaflor® Jahreszeiten-Dünger sind so aufgebaut.

Garten düngen: der Kalender für das ganze Jahr

Die folgende Übersicht zeigt Zeitraum, Abstand und Dosierung je Gabe. Die letzte Spalte ist ausgerechnet: Sie zeigt, für wie viel Fläche eine 2,5-kg-Schachtel bei einer Gabe reicht.

Dünger NPK Zeitraum Dosierung 2,5 kg reichen für
Frühjahrsdünger Nr. 1 (mit Kalk) 5+3+5 März bis Mai, alle 4 Wochen ca. 100 g/m² 25 m²
Sommerdünger Nr. 2 7+4+5 Juni bis August, alle 6 Wochen ca. 80 g/m² rund 31 m²
Herbstdünger Nr. 3 3+3+5 September bis Oktober, alle 4 Wochen ca. 150 g/m² knapp 17 m²
Rasendünger Nr. 4 8+3+5 Mai bis September, alle 4 Wochen ca. 100 g/m² 25 m²

Der Wilsaflor® Frühjahrsdünger Nr. 1 enthält hochaktiven Kalk und aktiviert den Boden nach dem Winter. Der Wilsaflor® Sommerdünger Nr. 2 hat den höchsten Stickstoffanteil der drei Gartendünger, enthält Spurenelemente und fördert Blüten, Früchte und Geschmack. Der Rasendünger Nr. 4 ist auf dichten Rasen ausgelegt und drängt Moos zurück. Wie Rasen angelegt und gepflegt wird, zeigt der Ratgeber Rasen anlegen, ausbessern und düngen.

Rasen nimmt eine Sonderrolle ein: Mit jedem Schnitt werden Nährstoffe entfernt, die Gräser müssen ständig nachwachsen. Deshalb bekommt der Rasen von Mai bis September eine eigene, regelmäßige Düngung. Den Rasendünger am besten vor einem Regentag streuen und bei Hitze und Trockenheit eine Pause einlegen, damit die Halme nicht verbrennen. Eine Rasenfläche von 100 m² braucht je Gabe 100 × 100 g = 10 kg, also vier Schachteln.

Die Angaben decken den Bedarf nährstoffhungriger Kulturen wie Gemüse, Rosen oder Sommerblumen. Ziergehölze und viele Stauden kommen mit weniger aus. Hier genügt oft eine Gabe je Jahreszeit. Wer unsicher ist, beobachtet die Pflanzen: Kräftiges, sattgrünes Laub zeigt, dass die Versorgung stimmt.

So wird richtig gedüngt

Granulierte Dünger sind einfach zu handhaben, wenn ein paar Regeln beachtet werden. Wichtig ist vor allem die gleichmäßige Verteilung.

Gartendünger als Granulat in einem kleinen Messbecher neben einem Handstreuer am Rasenrand
  1. Menge abmessen: Die Fläche ausmessen und die Düngermenge abwiegen. Für die Zukunft einmal ausprobieren, wie viel Gramm in einen Becher oder eine Hand passen.
  2. Gleichmäßig streuen: Den Dünger mit der Hand oder einem Streuer verteilen. Auf größeren Flächen die Menge halbieren und einmal längs, einmal quer streuen.
  3. Leicht einarbeiten: Im Beet den Dünger mit Harke oder Grubber oberflächlich einarbeiten. Auf dem Rasen entfällt dieser Schritt.
  4. Wässern: Nach dem Düngen gießen oder direkt vor angekündigtem Regen streuen. Erst Wasser löst die Nährstoffe und bringt sie zu den Wurzeln.
  5. Blätter sauber halten: Körner, die auf Blättern liegen bleiben, abschütteln oder abspülen.

Rechenbeispiel: Ein Staudenbeet mit 12 m² braucht bei der Frühjahrsgabe 12 × 100 g = 1,2 kg Frühjahrsdünger Nr. 1. Eine 2,5-kg-Schachtel reicht damit für zwei Gaben (2,4 kg).

Auf leichten Sandböden die Menge auf mehrere kleinere Gaben verteilen, weil Sand Nährstoffe schlecht hält. Nicht auf gefrorenen oder ausgetrockneten Boden düngen.

Wichtig für Moorbeetpflanzen: Rhododendren, Azaleen, Heidelbeeren und andere säureliebende Pflanzen keinen kalkhaltigen Frühjahrsdünger geben. Kalk hebt den pH-Wert und führt bei diesen Arten zu gelben Blättern. Mehr dazu im Ratgeber Rhododendron pflanzen und Moorbeet anlegen.

Warum auch im Herbst gedüngt wird

Viele Gärten bekommen nach dem Sommer keinen Dünger mehr. Dabei ist die Herbstgabe ein wichtiger Schritt: Der Wilsaflor® Herbstdünger Nr. 3 ist kaliumbetont und arm an Stickstoff. Kalium festigt das Gewebe und erhöht die Frostresistenz, während der geringe Stickstoffanteil keinen neuen, weichen Austrieb mehr anregt. Dieser würde im Winter erfrieren.

Gleichzeitig legt der Herbstdünger ein Nährstoffdepot im Boden an. Organisch gebundene Nährstoffe, die im kühlen Herbst nicht mehr vollständig umgesetzt werden, bleiben im Boden und stehen im Frühjahr zur Verfügung, wenn der Austrieb beginnt. Neupflanzungen in vorgedüngter Erde brauchen im Pflanzjahr dagegen keinen Dünger, wie der Ratgeber Sträucher, Stauden und Hecken richtig pflanzen erklärt.

Tipp für den Komposthaufen: Sommer- und Herbstdünger lassen sich auch im Kompost verwenden. Dünn über jede etwa 5 cm hohe Schicht frischen Materials gestreut, unterstützen sie die Verrottung.

Fazit

Bedarfsgerecht düngen heißt: im Frühjahr den Austrieb anschieben, im Sommer Blüten und Früchte versorgen und im Herbst die Pflanzen auf den Winter vorbereiten. Die Wilsaflor® Jahreszeiten-Dünger Nr. 1 bis 3 und der Rasendünger Nr. 4 sind genau darauf abgestimmt. Wer im Herbst noch nicht gedüngt hat, startet bis Ende Oktober mit dem Herbstdünger Nr. 3.

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Häufige Fragen

Wann ist die beste Zeit zum Düngen?

Die Hauptdüngung beginnt im März mit dem Austrieb. Im Sommer werden Blüten und Früchte versorgt, im September und Oktober folgt eine kaliumbetonte Herbstgabe. Am besten vor einem Regentag oder mit anschließendem Gießen düngen.

Kann zu viel gedüngt werden?

Ja. Zu viel Stickstoff macht Triebe weich und anfällig, überschüssige Nährstoffe werden ausgewaschen. Die Dosierung auf der Packung einhalten und bei Ziergehölzen und vielen Stauden eher sparsamer düngen.

Warum sollte im Herbst gedüngt werden?

Ein kaliumbetonter Herbstdünger festigt das Pflanzengewebe und erhöht die Frostresistenz. Organisch gebundene Nährstoffe, die im Herbst nicht mehr umgesetzt werden, bleiben im Boden und stehen im Frühjahr zur Verfügung.

Dürfen Rhododendren mit Frühjahrsdünger versorgt werden?

Nein. Der Wilsaflor® Frühjahrsdünger Nr. 1 enthält Kalk, der den pH-Wert anhebt. Rhododendren, Azaleen und Heidelbeeren brauchen sauren Boden und vertragen keinen Kalk.