Gartenjahr

Garten im Frühjahr vorbereiten: die wichtigsten Arbeiten

5 Min. Lesezeit

Ein norddeutscher Frühlingsgarten mit frisch vorbereiteten Beeten, blühenden Narzissen und einem Rechen auf dem Rasen

Garten im Frühjahr vorbereiten: Beete abräumen, Stauden schneiden, Boden mit Kompost versorgen und den Rasen nach dem Winter wieder fit machen.

Zwischen Februar und Mai fallen die wichtigsten Arbeiten des Gartenjahres an. Mit der richtigen Reihenfolge und etwas Geduld bei Nachtfrost startet der Garten kräftig in die Saison.

Arbeitskalender: der Garten im Frühjahr von Februar bis Mai

Die Monate sind ein Anhaltspunkt, entscheidend ist das Wetter. Gearbeitet wird, wenn der Boden aufgetaut und abgetrocknet ist. In kühlen, nassen Lagen verschiebt sich vieles um einige Tage oder Wochen.

Monat Ziergarten Nutzgarten und Rasen
Februar Gräser und Stauden bei mildem Wetter zurückschneiden, starke Gehölzschnitte bis Ende Februar Obstbäume schneiden, Saatgut prüfen, Beete planen
März Rosen zur Forsythienblüte schneiden, Stauden teilen, erste Düngung Beete vorbereiten, Kompost einarbeiten, Spinat und Radieschen säen
April Sträucher und Stauden pflanzen, Beete mulchen, zweite Düngung Rasen vertikutieren und nachsäen, Möhren, Erbsen und Salat säen
Mai nach den Eisheiligen Sommerblumen pflanzen und Kübelpflanzen ausräumen Tomaten, Gurken und Zucchini pflanzen, Bohnen säen, Rasen düngen

Beete vorbereiten: Schritt für Schritt

Hände in Gartenhandschuhen verteilen dunklen Kompost auf einem frisch gelockerten Gartenbeet, im Hintergrund blühen Narzissen
  1. Abtrocknen lassen: Den Boden erst bearbeiten, wenn er nicht mehr an Schuhen und Spaten klebt. Eine Handvoll Erde sollte beim Zusammendrücken zerfallen. Nasser Boden verdichtet sich bei jedem Schritt.
  2. Abräumen: Abgestorbene Pflanzenreste und dicke Laubschichten vom Beet nehmen. Laub unter Sträuchern darf als Mulch liegen bleiben.
  3. Wildkraut entfernen: Wurzelunkräuter wie Giersch und Quecke möglichst vollständig mit Wurzel herausziehen, solange sie noch klein sind.
  4. Lockern: Den Boden mit Grabegabel oder Sauzahn lockern, ohne ihn umzugraben. So bleiben die Bodenschichten und das Bodenleben erhalten.
  5. Kompost aufbringen: 2 bis 4 cm Wilsaflor® Gärtnerkompost verteilen und flach einarbeiten. Der Kompost besteht zu 100 % aus Grünschnitt-Kompost, ist frei von Unkraut und wird nicht in Frostzeiten ausgebracht.
  6. Düngen: Ab März Dünger gleichmäßig ausstreuen, leicht einarbeiten und feucht halten.
  7. Glatt rechen: Die Oberfläche fein und eben rechen. Danach kann gesät oder gepflanzt werden.

Rechenbeispiel: Ein Beet mit 8 m² braucht bei 3 cm Kompost 8 × 0,03 = 0,24 m³, also 240 Liter.

Die erste Düngung

Nach dem Winter brauchen Pflanzen Nährstoffe für den Austrieb. Der Wilsaflor® Frühjahrsdünger Nr. 1 ist ein organisch-mineralischer NPK-Dünger 5+3+5 mit hochaktivem Kalk, der den Boden nach dem Winter aktiviert. Er wird von März bis Ende Mai im Abstand von 4 Wochen ausgebracht, mit etwa 100 g/m². Für das Beet mit 8 m² sind das 8 × 100 = 800 g je Gabe. Eine Schachtel mit 2,5 kg reicht damit für 2.500 : 100 = 25 m². Bei Neupflanzungen werden 100 g je 5 Liter Bodenaushub eingemischt.

Tipp: Wegen des Kalkanteils ist der Frühjahrsdünger Nr. 1 nicht für Moorbeetpflanzen gedacht. Rhododendron, Heidelbeeren und Hortensien deshalb aussparen. Wie die Dünger über das Jahr aufeinander folgen, zeigt der Ratgeber Düngen im Jahresverlauf.

Stauden, Gräser und Gehölze zurückschneiden

Viele Stauden bleiben über den Winter stehen, ihre Samenstände dienen Vögeln als Futter und Insekten als Quartier. Im Februar oder März, bevor der neue Austrieb erscheint, werden die alten Stängel eine Handbreit über dem Boden abgeschnitten. Wer später schneidet, muss vorsichtig arbeiten, um die frischen Triebe nicht zu verletzen.

Sommergrüne Gräser wie Chinaschilf, Lampenputzergras oder Rutenhirse werden zusammengebunden und 10 bis 15 cm über dem Boden abgeschnitten, sobald sich die ersten grünen Halme zeigen. Immergrüne Gräser wie Seggen und Schwingel nicht zurückschneiden, sondern mit Handschuhen nur die trockenen Halme auskämmen.

Das Frühjahr ist auch die Zeit, große Stauden zu teilen, die in der Mitte verkahlen oder weniger blühen. Dazu den Wurzelstock mit der Grabegabel ausheben, mit dem Spaten in faustgroße Stücke teilen und die kräftigsten Teilstücke wieder einpflanzen. Herbstblüher wie Astern oder Sonnenhut vertragen das Teilen im Frühjahr besonders gut. Die Pflanzlöcher vorher mit etwas Kompost verbessern und die Teilstücke gut angießen.

Bei Gehölzen ist der Kalender wichtig: Das Bundesnaturschutzgesetz erlaubt vom 1. März bis 30. September nur schonende Form- und Pflegeschnitte. Kräftiges Zurückschneiden oder Auf-den-Stock-Setzen von Hecken und Sträuchern muss also bis Ende Februar erledigt sein. Vor jedem Schnitt auf Vogelnester achten. Sommerblühende Sträucher wie Schmetterlingsflieder oder Rispenhortensie werden im Februar kräftig zurückgeschnitten, Frühjahrsblüher wie Forsythie erst nach der Blüte. Details zu Zeitpunkt und Technik stehen im Ratgeber Hecken und Sträucher schneiden.

Rasen nach dem Winter

Zuerst Laub, Äste und Moospolster abrechen, damit Licht an die Gräser kommt. Bei Frost oder durchnässtem Boden den Rasen möglichst nicht betreten. Der erste Schnitt erfolgt, wenn das Gras etwa 8 bis 10 cm hoch ist, und zwar nicht tiefer als auf 5 cm.

Vertikutiert wird im April oder Mai, wenn der Rasen kräftig wächst und der Boden abgetrocknet ist. Danach sind kahle Stellen sichtbar, die gleich nachgesät werden. Dafür die Stellen aufrauen, 1 bis 2 cm Wilsaflor® Rasenerde aufbringen, einsäen, leicht andrücken und bis zur Keimung gleichmäßig feucht halten. Die feine Erde mit 20 % Quarzsand schafft gute Keimbedingungen und ist für 3 bis 6 Monate vorgedüngt. Rasensamen keimen zuverlässig, sobald sich der Boden auf etwa 10 °C erwärmt hat.

Rechenbeispiel: Kahle Stellen von zusammen 3 m² brauchen bei 2 cm Schicht 3 × 0,02 = 0,06 m³, also 60 Liter. Das sind zwei Säcke à 40 Liter. Wie es nach der Nachsaat weitergeht, erklärt der Ratgeber Rasen anlegen, ausbessern und düngen.

Kübelpflanzen ausräumen und die Eisheiligen

Überwinterte Kübelpflanzen wie Oleander oder Zitrus dürfen ab April an milden Tagen stundenweise hinaus. Die ersten Tage gehören sie in den Schatten, denn nach Monaten im Winterquartier bekommen die Blätter in praller Sonne schnell Brandflecken. Ist der Topf durchwurzelt, jetzt in ein etwas größeres Gefäß mit frischer Erde umtopfen.

Ganz draußen bleiben frostempfindliche Pflanzen erst nach den Eisheiligen vom 11. bis 15. Mai. Das gilt ebenso für Tomaten, Gurken, Zucchini, Bohnen und Sommerblumen. Bis dahin ein Vlies bereithalten, um junge Pflanzungen in klaren Nächten abzudecken.

Fazit

Im Frühjahr zählt die Reihenfolge: erst schneiden und abräumen, dann den Boden lockern, mit Kompost versorgen und düngen. Wer bis nach den Eisheiligen mit empfindlichen Pflanzen wartet, vermeidet Frostschäden. Für die erste Nährstoffgabe im Zier- und Nutzgarten ist der Wilsaflor® Frühjahrsdünger Nr. 1 die passende Wahl.

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Häufige Fragen

Wann beginnt die Gartenarbeit im Frühjahr?

Sobald der Boden aufgetaut und abgetrocknet ist, meist ab Ende Februar oder im März. Nasser Boden sollte nicht betreten oder bearbeitet werden, weil er sich verdichtet.

Wann werden Ziergräser zurückgeschnitten?

Sommergrüne Gräser im Februar oder März, sobald sich die ersten grünen Halme zeigen, 10 bis 15 cm über dem Boden. Immergrüne Gräser werden nur ausgekämmt.

Wie viel Frühjahrsdünger wird gebraucht?

Etwa 100 g/m² je Gabe, von März bis Ende Mai im Abstand von 4 Wochen. Eine Schachtel mit 2,5 kg reicht damit für 25 m².

Wann dürfen Kübelpflanzen wieder nach draußen?

An milden Tagen ab April stundenweise und zunächst im Schatten. Dauerhaft draußen bleiben frostempfindliche Pflanzen erst nach den Eisheiligen Mitte Mai.