Gartenjahr

Garten winterfest machen: die wichtigsten Arbeiten im Herbst

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Herbstlicher Garten in Norddeutschland mit stehengelassenen Gräsern, Samenständen von Sonnenhut und buntem Laub auf dem Beet

Garten winterfest machen: Laub, Rückschnitt, Herbstdüngung, Mulch und Frostschutz. Die wichtigsten Arbeiten von September bis Dezember im Überblick.

Ein gut vorbereiteter Garten übersteht Frost, Nässe und Wind deutlich besser. Wer die Arbeiten auf mehrere Wochen verteilt, hat im Frühjahr weniger zu tun und gesündere Pflanzen.

Laub und Rückschnitt: was weg muss und was bleiben darf

Herbstlaub ist kein Abfall, sondern wertvolles Material. Auf dem Rasen muss es allerdings regelmäßig weg, denn unter einer dichten, nassen Laubschicht fehlt dem Gras Licht und es können Fäulnis und Moos entstehen. In Beeten und unter Sträuchern darf das Laub dagegen liegen bleiben. Es schützt den Boden vor Frost, wird über den Winter von Regenwürmern eingezogen und liefert Humus. Ein lockerer Laubhaufen in einer ruhigen Gartenecke bietet Igeln und Insekten ein Winterquartier.

Laub von Walnuss und Eiche zersetzt sich nur langsam. Es gehört besser in kleineren Mengen auf den Kompost, gemischt mit anderem Material. Kranke Blätter, etwa von Rosen mit Sternrußtau oder von Obstbäumen mit Schorf, kommen in die Biotonne, damit sich die Pilzsporen nicht im Garten halten.

Stauden: schneiden oder stehen lassen?

Viele Stauden sehen auch im Winter gut aus und sollten erst im Frühjahr geschnitten werden. Die Samenstände von Sonnenhut, Fetthenne, Astern und Schafgarbe bieten Vögeln Futter, in hohlen Stängeln überwintern Insekten. Ziergräser bleiben ebenfalls stehen, denn die Halme schützen das Herz der Pflanze vor Nässe. Hohe Gräser wie Pampasgras locker zusammenbinden, damit kein Wasser ins Innere läuft.

Zurückgeschnitten werden im Herbst nur Stauden, die nach dem ersten Frost matschig zusammenfallen, wie Funkien oder Taglilien, sowie Pflanzen mit Pilzbefall. Das Laub von Pfingstrosen kommt ebenfalls weg, da es Krankheiten über den Winter tragen kann.

Herbstdüngung: ein Depot für das Frühjahr

Im Herbst brauchen Pflanzen nur noch wenig Stickstoff, der weichen Neuaustrieb anregt. Wichtig ist jetzt Kalium: Es festigt das Gewebe und hilft den Pflanzen, Frost besser zu überstehen. Der Wilsaflor® Herbstdünger Nr. 3 ist ein organisch-mineralischer, kaliumbetonter Dünger mit NPK 3+3+5. Die Nährstoffe sind in organisches Material eingelagert und werden deshalb kaum ausgewaschen. Was im Herbst nicht mehr umgesetzt wird, steht den Pflanzen im zeitigen Frühjahr zur Verfügung.

Ausgebracht wird er von Anfang September bis Ende Oktober im Abstand von 4 Wochen, mit etwa 150 g/m². Einzelne Stauden erhalten rund 150 g im Wurzelbereich. Den Dünger gleichmäßig streuen, flach einarbeiten und feucht halten. Ein Staudenbeet mit 8 m² braucht für eine Gabe 8 × 150 g = 1.200 g, also 1,2 kg. Eine 2,5-kg-Schachtel reicht damit für knapp 17 m² (2.500 g ÷ 150 g = 16,7). Wie die Gaben über das ganze Jahr verteilt werden, zeigt der Ratgeber Düngen im Jahresverlauf.

Garten winterfest machen: Beete Schritt für Schritt

Hände in Gartenhandschuhen verteilen Rindenmulch unter Sträuchern in einem herbstlichen Beet mit buntem Laub

Offener, nackter Boden verschlämmt im Winterregen, verliert Nährstoffe und kühlt stark aus. Deshalb gilt: Beete über den Winter bedecken.

  1. Abräumen: Abgeerntete Gemüsebeete von Pflanzenresten und Wildkraut befreien. Gesunde Reste kommen auf den Kompost.
  2. Lockern: Den Boden flach mit der Grabegabel lockern. Schwere Böden dürfen grob liegen bleiben, der Frost zerkleinert die Schollen.
  3. Kompost aufbringen: 2 bis 4 cm Wilsaflor® Gärtnerkompost verteilen und oberflächlich einarbeiten. Der unkrautfreie Kompost aus 100 % Grünschnitt fördert das Bodenleben. Nicht bei Frost ausbringen.
  4. Mulchen: Unter Sträuchern, Hecken und in Staudenbeeten eine Schicht Rinde verteilen. Der PRIME Rindendekor Nº1835 ist naturbelassene Nadelholzrinde mit 18 bis 35 mm Körnung und wird 5 bis 10 cm stark aufgebracht.
  5. Freilassen: Den Mulch nicht direkt an Stämme und Triebe häufeln, damit dort keine Fäulnis entsteht.
  6. Leere Beete begrünen: Wo noch Zeit ist, eine winterharte Gründüngung säen, sonst Laub oder Kompost als Decke nutzen.

Rechenbeispiel: Eine Fläche von 5 m² braucht bei 5 cm Mulchschicht 5 × 0,05 = 0,25 m³ Rinde, also 250 Liter. Das sind vier Säcke mit je 65 Litern (4 × 65 = 260 Liter).

Wasser, Kübel und empfindliche Pflanzen

Wasserleitungen und Gartengeräte

Bevor der erste Nachtfrost kommt, den Außenwasserhahn von innen absperren, öffnen und leerlaufen lassen. Gartenschläuche entleeren und frostfrei aufbewahren, ebenso Gießkannen, Pumpen und Brausen. Regentonnen leeren oder zumindest nur halb gefüllt lassen, da sich gefrierendes Wasser ausdehnt und Gefäße sprengen kann. Teichpumpen herausnehmen und frostfrei in einem Eimer mit Wasser lagern.

Winterschutz für empfindliche Pflanzen

Beetrosen an der Basis 15 bis 20 cm hoch mit Erde anhäufeln, die Kronen von Stammrosen mit Vlies oder Jute umhüllen. Frisch gepflanzte Stauden und empfindliche Gehölze mit Tannenreisig abdecken: Es hält kalten Wind ab und lässt Luft durch. Folie eignet sich nicht, darunter staut sich Feuchtigkeit.

Immergrüne wie Kirschlorbeer, Rhododendron oder Buchs verdunsten auch im Winter Wasser. Bei Kahlfrost mit Sonne können sie vertrocknen, obwohl genug Wasser im Boden ist, weil die Wurzeln aus gefrorener Erde nichts aufnehmen. Vor dem Winter deshalb gründlich wässern und an frostfreien Tagen nachgießen. Pflanzen in Töpfen brauchen besonderen Schutz, mehr dazu im Ratgeber Kübelpflanzen überwintern.

Tipp: Der Herbst ist auch Pflanzzeit. Gehölze, Stauden und Frühlingsblüher wachsen im noch warmen Boden gut an. Wie Tulpen und Narzissen richtig in die Erde kommen, erklärt der Ratgeber Blumenzwiebeln pflanzen.

Arbeitskalender September bis Dezember

Nicht alles muss an einem Wochenende erledigt werden. Die folgende Übersicht verteilt die Arbeiten auf die Herbstmonate:

Monat Wichtige Arbeiten
September erste Gabe Herbstdünger, Rasen vertikutieren und nachsäen, Gründüngung säen, Stauden teilen
Oktober zweite Gabe Herbstdünger, Blumenzwiebeln setzen, Gehölze pflanzen, empfindliche Kübel einräumen, Laub vom Rasen rechen
November Beete mit Kompost und Mulch abdecken, Rosen anhäufeln, Wasserleitungen entleeren, Reisig auflegen
Dezember Winterschutz kontrollieren, Immergrüne an frostfreien Tagen gießen, Schnee von Gehölzen schütteln, Geräte pflegen

Je nach Region und Witterung verschieben sich die Termine. In milden Lagen bleibt bis in den November Zeit, nach einem frühen Frost geht es schneller. Entscheidend ist, dass Kompost und Dünger auf offenen, nicht gefrorenen Boden kommen.

Auch die Geräte freuen sich über etwas Pflege. Spaten, Scheren und Rechen von Erde befreien, trocknen und an Schneiden leicht einölen. Rasenmäher reinigen und trocken lagern. So ist im Frühjahr alles sofort einsatzbereit.

Fazit

Laub sinnvoll nutzen, Stauden zum Teil stehen lassen, kaliumbetont düngen und den Boden bedecken: So kommt der Garten gut durch den Winter. Der Wilsaflor® Herbstdünger Nr. 3 legt dabei ein Nährstoffdepot an, das im Frühjahr den Austrieb unterstützt.

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Häufige Fragen

Sollte Laub im Herbst vollständig entfernt werden?

Nur vom Rasen und von Wegen. In Beeten und unter Gehölzen ist Laub eine natürliche Winterdecke, die den Boden schützt und zu Humus wird. Krankes Laub gehört in die Biotonne.

Bis wann kann im Herbst noch gedüngt werden?

Der Herbstdünger Nr. 3 wird von Anfang September bis Ende Oktober ausgebracht. Später nimmt der kalte Boden kaum noch Nährstoffe auf, und auf gefrorenem Boden wird nicht gedüngt.

Welche Stauden werden vor dem Winter zurückgeschnitten?

Vor allem Arten, die nach dem Frost matschig werden, sowie Pflanzen mit Pilzbefall. Gräser und Stauden mit dekorativen Samenständen bleiben bis zum Frühjahr stehen.

Warum braucht Rindenmulch Abstand zum Stamm?

Direkt am Stamm hält Mulch die Rinde dauerhaft feucht. Das kann Fäulnis begünstigen und lockt Nager an, die sich unter der Schicht verstecken.