Erde & Boden

Gartenboden verbessern: mit Kompost zu mehr Humus

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Gartenboden verbessern: mit Kompost zu mehr Humus

Boden verbessern mit Kompost: So werden sandige, lehmige oder ausgelaugte Gartenböden wieder krümelig, fruchtbar und reich an Humus.

Guter Gartenboden ist dunkel, locker und riecht nach Waldboden. Ist er zu sandig, zu schwer oder nach Jahren ausgelaugt, hilft vor allem eines: mehr organische Substanz.

Die Bodenart mit der Fingerprobe erkennen

Für die Bodenart braucht es kein Labor. Eine Handvoll feuchte Erde aus 10 bis 20 cm Tiefe zwischen Daumen und Fingern reiben und zu einer Rolle formen:

Bodenart Fingerprobe Eigenschaften Was hilft
Sandboden rieselt, lässt sich nicht formen, fühlt sich körnig an warm, leicht zu bearbeiten, hält kaum Wasser und Nährstoffe regelmäßig Kompost, öfter in kleinen Mengen düngen
Lehmboden lässt sich formen, fühlt sich samtig an fruchtbar, speichert gut, neigt zur Verdichtung Kompost zur Lockerung, nicht nass bearbeiten
Tonboden klebrig, glänzt beim Reiben, lässt sich dünn ausrollen schwer, kalt, staunass, schlecht durchlüftet Kompost und Gründüngung, Boden tief lockern

Die meisten Gärten haben eine Mischung. Wichtiger als die genaue Einordnung ist die Richtung: zu durchlässig oder zu dicht.

Woran ein guter Boden zu erkennen ist

Mehr als die Bodenart verrät die Spatenprobe. Dazu einen Spatenstich Erde ausheben und genauer ansehen: Ein gesunder Boden ist bis in 20 cm Tiefe dunkel und krümelig, riecht angenehm erdig und zeigt viele Regenwurmgänge. Wurzeln wachsen gerade nach unten. Ein graublauer, muffig riechender Bereich deutet auf Staunässe hin, eine harte Schicht auf Verdichtung. In beiden Fällen ist eine regelmäßige Gabe Kompost der wichtigste Schritt.

Warum Kompost hilft

Kompost bringt organische Substanz in den Boden, aus der Humus entsteht. Humus wirkt wie ein Schwamm: In Sandböden hält er Wasser und Nährstoffe fest, die sonst versickern würden. In schweren Lehm- und Tonböden lockert er die dichte Struktur auf, sodass Luft und Wasser besser eindringen.

Zugleich ist Kompost Futter für Regenwürmer und Mikroorganismen. Sie zersetzen das Material weiter, setzen dabei Nährstoffe frei und bauen stabile Bodenkrümel. Ein aktives Bodenleben ist die beste Grundlage für gesunde Pflanzen.

Der Wilsaflor® Gärtnerkompost besteht zu 100 % aus gut zersetztem Grünschnitt-Kompost. Er ist frei von Unkraut, hat einen hohen Humusanteil und eignet sich für alle Bodenarten, im Beet ebenso wie im Hochbeet.

Boden verbessern: Schritt für Schritt

Ein Gartenrechen arbeitet eine dünne Schicht dunklen Kompost in die Oberfläche eines Gemüsebeets ein
  1. Zeitpunkt wählen: Frühjahr vor der Pflanzung oder Herbst nach der Ernte. Nicht bei Frost und nicht auf gefrorenen oder durchnässten Boden ausbringen.
  2. Fläche vorbereiten: Wildkraut und Wurzelreste entfernen, die Oberfläche mit Grabegabel oder Grubber lockern.
  3. Kompost verteilen: 2 bis 3 cm Gärtnerkompost gleichmäßig auf der Fläche verteilen.
  4. Flach einarbeiten: Den Kompost mit Rechen oder Grubber in die oberen 5 bis 10 cm einarbeiten. Tiefes Umgraben ist nicht nötig, es stört das Bodenleben.
  5. Wässern: Bei trockenem Wetter angießen, damit sich Kompost und Boden verbinden.
  6. Wiederholen: Jedes Jahr eine neue Gabe ausbringen. Humus baut sich langsam auf, der Effekt wird von Jahr zu Jahr deutlicher.

Rechenbeispiel: Ein Beet mit 10 m² braucht bei 3 cm Schichthöhe 10 × 0,03 = 0,3 m³ Kompost, also 300 Liter.

Eigener Kompost oder fertiger Gärtnerkompost?

Ein eigener Komposthaufen verwertet Laub, Rasenschnitt und Küchenabfälle und liefert nach ein bis zwei Jahren Humus. Für größere Flächen reicht die Menge aber oft nicht aus, und in kleinen Gärten fehlt der Platz. Zudem erreicht ein Gartenkompost selten die Temperaturen, bei denen Unkrautsamen sicher abgetötet werden. Fertiger Gärtnerkompost aus kontrollierter Kompostierung ist dagegen gleichmäßig zersetzt, unkrautfrei und sofort einsatzbereit. Beide lassen sich gut kombinieren: Eigener Kompost für die Beete im Gemüsegarten, Gärtnerkompost für Neuanlagen und große Flächen.

Bei Neupflanzungen: Aushub mit Pflanzerde mischen

Für einzelne Pflanzlöcher bei Sträuchern, Hecken und Stauden ist eine fertige Mischung praktischer als reiner Kompost. Die Wilsaflor® Pflanzerde enthält 30 % Grünschnitt-Kompost und 20 % Holzfasern und ist für 3 bis 6 Monate vorgedüngt. Den Aushub etwa im Verhältnis 1:1 damit mischen und die Pflanze einsetzen. Wie das genau geht, steht im Ratgeber Sträucher, Stauden und Hecken richtig pflanzen.

Tipp: Reiner Kompost ist ein Bodenverbesserer, keine Pflanzerde. Direkt in reinen Kompost gesetzte Pflanzen haben zu wenig Halt und können durch die hohe Nährstoffkonzentration Schaden nehmen. Deshalb immer mit Gartenboden mischen oder als Schicht einarbeiten.

Auch Rasenflächen profitieren von Kompost. Nach dem Vertikutieren im Frühjahr eine dünne Schicht von etwa 1 cm fein gesiebtem Kompost auf den Rasen streuen und mit dem Besen einarbeiten. Das verbessert die oberste Bodenschicht und hilft beim Nachsäen.

Gründüngung als Ergänzung

Auf Beeten, die nach der Ernte leer stehen, ist eine Gründüngung die ideale Ergänzung zum Kompost. Pflanzen wie Phacelia, Senf oder Klee werden im Spätsommer gesät. Ihre Wurzeln lockern den Boden bis in tiefere Schichten, die Blätter schützen die Oberfläche über den Winter. Im Frühjahr werden die Pflanzen abgemäht, etwas antrocknen gelassen und flach eingearbeitet.

  1. Das abgeerntete Beet von Wildkraut befreien und flach lockern.
  2. Saatgut nach Packungsangabe breitwürfig ausstreuen und leicht einrechen.
  3. Bei Trockenheit gießen, bis die Saat aufgegangen ist.
  4. Die Pflanzen über den Winter stehen lassen und im Frühjahr vor der Blüte abmähen.

Klee und andere Hülsenfrüchtler sammeln zusätzlich Stickstoff aus der Luft. Senf ist nicht für Beete geeignet, auf denen danach Kohl wachsen soll, da beide zu den Kreuzblütlern gehören.

Wer Gemüse im Hochbeet anbaut, nutzt Kompost dort als eigene Schicht. Der Aufbau steht im Ratgeber Hochbeet befüllen.

Neben Kompost tragen auch Mulchschichten aus Laub oder Rinde zum Humusaufbau bei. Wichtig ist, den Boden möglichst nie offen liegen zu lassen: Bedeckter Boden trocknet weniger aus, verschlämmt nicht und bleibt für das Bodenleben attraktiv.

Fazit

Jeder Boden wird mit Humus besser: Sandböden halten mehr Wasser, schwere Böden werden lockerer. Eine jährliche Gabe von 2 bis 3 cm Wilsaflor® Gärtnerkompost, flach eingearbeitet und ergänzt durch Gründüngung, macht den Gartenboden Schritt für Schritt fruchtbarer.

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Häufige Fragen

Wie viel Kompost wird gebraucht?

Für die jährliche Bodenverbesserung 2 bis 3 cm. Ein Beet mit 10 m² braucht bei 3 cm Schicht 0,3 m³, also 300 Liter.

Wann wird Kompost ausgebracht?

Im Frühjahr vor der Pflanzung oder im Herbst nach der Ernte. Nicht bei Frost und nicht auf gefrorenen oder durchnässten Boden.

Muss Kompost untergegraben werden?

Nein. Flach in die oberen 5 bis 10 cm einarbeiten reicht. Tiefes Umgraben stört das Bodenleben.

Kann direkt in Kompost gepflanzt werden?

Reiner Kompost ist ein Bodenverbesserer. Für Pflanzungen mit Gartenboden mischen oder eine fertige Pflanzerde verwenden.