Zimmerpflanzen

Kakteen und Sukkulenten: Erde, Umtopfen und Pflege

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Kakteen und Sukkulenten: Erde, Umtopfen und Pflege

Kakteen umtopfen und pflegen: Mit durchlässiger Erde, wenig Wasser und einer kühlen Winterruhe bleiben Kakteen und Sukkulenten jahrzehntelang gesund.

Kakteen und Sukkulenten gelten als pflegeleicht. Ihr größter Feind ist zu viel Wasser, und das hängt eng mit der Erde zusammen.

Die richtige Erde für Kakteen und Sukkulenten

Sukkulenten speichern Wasser in Blättern, Stämmen oder Wurzeln. In ihrer Heimat wachsen sie auf kargen, gut durchlässigen Böden, die nach Regen schnell abtrocknen. Bleiben ihre Wurzeln lange nass, faulen sie. Normale Blumenerde hält das Wasser zu lange.

Die Wilsaflor® Kakteen- & Sukkulentenerde enthält 15 % Kristallquarzsand. Er sorgt für Drainage und Durchlüftung, überschüssiges Wasser fließt schnell ab. Die feine Struktur und ein pH-Wert von 6,0 bis 6,3 passen zu Kakteen, Aloe, Echeverien, Haworthien und anderen Sukkulenten. Die Erde ist für 3 bis 6 Monate vorgedüngt und als 5-Liter-Sack oder Bündel mit zehn Säcken erhältlich.

Auch der Topf spielt eine Rolle: Flache Schalen passen zu Sukkulenten mit flachen Wurzeln wie Echeverien, tiefere Töpfe zu Kakteen mit Rübenwurzeln. Eine Schicht Kies oder Quarzsand auf der Oberfläche hält den Wurzelhals trocken und sieht zugleich ordentlich aus.

Kakteen umtopfen: Schritt für Schritt

Umgetopft wird alle zwei bis drei Jahre im Frühjahr, wenn die Pflanzen aus der Winterruhe kommen. Anzeichen sind Wurzeln, die aus dem Abzugsloch wachsen, oder eine Pflanze, die den Topf fast ausfüllt.

Hände in dicken Handschuhen topfen einen kleinen Kaktus um und halten ihn mit einem gefalteten Papierstreifen, daneben körnige Kakteenerde
  1. Trocken umtopfen: Einige Tage vorher nicht mehr gießen. Trockene Erde löst sich leichter von den Wurzeln.
  2. Hände schützen: Dicke Lederhandschuhe tragen. Stachelige Kakteen mit einem mehrfach gefalteten Zeitungsstreifen oder einer Küchenzange halten.
  3. Topf wählen: Einen nur wenig größeren Topf mit Abzugsloch nehmen. Tontöpfe sind ideal, weil sie Feuchtigkeit über die Wand abgeben.
  4. Drainage einfüllen: Eine dünne Schicht Blähton oder groben Kies auf den Topfboden geben.
  5. Austopfen und prüfen: Die Pflanze vorsichtig herauslösen, alte Erde abschütteln, faule oder vertrocknete Wurzeln abschneiden.
  6. Einsetzen: In frische Kakteen- und Sukkulentenerde so hoch setzen wie vorher und die Erde leicht andrücken.
  7. Nicht sofort gießen: Etwa eine Woche warten, damit kleine Verletzungen an den Wurzeln abheilen. Danach normal gießen.

Besonders große oder stark bestachelte Kakteen werden zu zweit umgetopft. Ein Streifen aus mehrfach gefaltetem Zeitungspapier oder ein Stück Schaumstoff um den Körper verhindert, dass Stacheln abbrechen und die Hände verletzt werden.

Gießen im Jahresverlauf

Die wichtigste Regel: lieber selten und durchdringend als oft und wenig. Nach dem Gießen muss die Erde vollständig abtrocknen, bevor wieder Wasser kommt.

Zeitraum Gießen Standort
März bis April langsam wieder beginnen, zunächst wenig hell, an Sonne langsam gewöhnen
Mai bis September durchdringend gießen, dann abtrocknen lassen sonnig, viele Arten auch geschützt im Freien
Oktober Wassergaben deutlich reduzieren rechtzeitig vor Frost hereinholen
November bis Februar kaum oder gar nicht gießen hell und kühl, etwa 5 bis 12 °C

Die kühle, trockene Winterruhe fördert bei vielen Kakteen die Blütenbildung im Frühjahr. Wer keinen kühlen Raum hat, stellt die Pflanzen so hell wie möglich und gießt auch bei Zimmertemperatur nur sparsam.

Tipp: Weiche, glasige oder an der Basis braune Stellen sind fast immer ein Zeichen für zu viel Wasser. Dann sofort austopfen, faule Teile entfernen und die Pflanze einige Tage trocken liegen lassen, bevor sie in frische Erde kommt.

Wer unsicher ist, ob gegossen werden muss, steckt einen Holzspieß tief in die Erde. Bleibt beim Herausziehen keine feuchte Erde daran haften, ist es Zeit für Wasser.

Standort und Sonne

Kakteen und die meisten Sukkulenten brauchen so viel Licht wie möglich. Ideal ist ein Süd- oder Westfenster. Im Sommer vertragen viele Arten einen regengeschützten Platz auf Balkon oder Terrasse. Nach dem Winter oder einem Umzug ins Freie müssen sie sich langsam an die direkte Sonne gewöhnen, sonst entstehen helle Verbrennungsflecken.

Gedüngt wird nur in der Wachstumsphase von Frühjahr bis Spätsommer. Frisch umgetopfte Pflanzen werden von der vorgedüngten Erde versorgt.

Wie andere Zimmerpflanzen umgetopft werden, zeigt der Ratgeber Zimmerpflanzen umtopfen. Für Orchideen mit ihren Luftwurzeln gilt eine eigene Pflege, beschrieben unter Orchideen umtopfen und pflegen.

Die Winterruhe richtig gestalten

Ideal für die Winterruhe ist ein heller, kühler Raum wie ein unbeheiztes Treppenhaus, ein heller Keller mit Fenster oder ein frostfreier Wintergarten. Viele Kakteen vertragen dort Temperaturen um 5 bis 10 °C, wenn die Erde trocken ist. Je kühler der Standort, desto weniger Wasser ist nötig. Ab März werden die Pflanzen langsam wärmer gestellt und wieder vorsichtig gegossen. Sukkulenten wie Aloe oder Geldbaum mögen es im Winter etwas wärmer und brauchen gelegentlich einen Schluck Wasser.

Im Sommer stehen viele Arten gern im Freien. Dazu ein regengeschützter Platz unter einem Dachüberstand wählen und die Pflanzen in den ersten Tagen leicht schattieren. Vor den ersten kühlen Nächten im Herbst kommen sie wieder ins Haus.

Sukkulenten vermehren

Viele Sukkulenten lassen sich einfach vermehren. Echeverien, Dickblatt und Geldbaum bilden aus einzelnen Blättern neue Pflanzen, Aloe und viele Kakteen bilden Kindel am Fuß der Mutterpflanze.

  1. Ein gesundes Blatt vorsichtig seitlich abdrehen oder ein Kindel mit einem sauberen Messer abtrennen.
  2. Die Schnittstelle einige Tage an einem hellen, trockenen Ort antrocknen lassen, bis sie verheilt ist.
  3. Blatt oder Kindel auf einen kleinen Topf mit Kakteen- und Sukkulentenerde legen oder flach einsetzen.
  4. Nur leicht feucht halten, bis sich Wurzeln bilden. Das dauert je nach Art einige Wochen.

Frühjahr und Frühsommer sind für die Vermehrung am besten geeignet, weil die Pflanzen dann aktiv wachsen.

Häufige Schädlinge sind Wollläuse, die als kleine weiße Wattebäusche zwischen Stacheln und Blättern sitzen. Befallene Pflanzen von den anderen trennen und die Tiere mit einem in Spiritus getauchten Pinsel entfernen.

Fazit

Durchlässige Erde, ein heller Platz, sparsames Gießen und eine kühle Winterruhe: Mehr brauchen Kakteen und Sukkulenten nicht. Die Wilsaflor® Kakteen- & Sukkulentenerde mit Quarzsand schafft beim Umtopfen die Grundlage für gesunde Wurzeln.

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Häufige Fragen

Welche Erde brauchen Kakteen?

Eine durchlässige Erde, die überschüssiges Wasser schnell abführt. Die Wilsaflor® Kakteen- & Sukkulentenerde enthält dafür 15 % Kristallquarzsand.

Wie oft werden Kakteen gegossen?

Von Frühjahr bis Herbst durchdringend gießen und die Erde dann vollständig abtrocknen lassen. Im Winter kaum oder gar nicht gießen.

Wann werden Kakteen umgetopft?

Alle zwei bis drei Jahre im Frühjahr, wenn sie aus der Winterruhe kommen. Danach etwa eine Woche nicht gießen.

Warum wird ein Kaktus weich?

Weiche, glasige oder braune Stellen sind fast immer ein Zeichen für zu viel Wasser. Faule Teile entfernen, die Pflanze antrocknen lassen und in frische Erde setzen.